Sonntage.

6.45 Uhr ist früh. Verdammt früh an einem Sonntagmorgen. Ich höre die leisen Geräusche des Erwachens im Zimmer nebenan. Einen herzzerreißendes Gähnen, das Strampeln der Beine und da ist er der Ruf nach Mama. Ein kleiner Mund der eigene Laut formt, die nach Liebe klingen. Schnell rüber und anschmiegen, die Wärme des Morgens halten und die Welt draußen aussperren.

Später dann Frühstück und Gelächter, Brötchen mir Lachs und Weißwurst, Kaffee und Tee. Mehr Saft und ein Ei, aber nur Mayo. Ganz klar sind die Wünsche der Elfe auch ohne Sprache. Ihre Augen, ihre Gestik alles funktioniert. Wir funktionieren zusammen.

Puppenhaus. Einrichten, umräumen, sortieren, Püppchen schlafen legen und wieder aufwecken geht alles nur mit Papa. Ich beobachte aus dem Hintergrund und genieße den gemeinsamen Moment in dem ich Mäuschen spielen darf.  Die Elfe zeigt wo gespielt wird, schmeißt Puppen runter um sich köstlich darüber zu amüsieren wenn Papa sie aufhebt. Sie wickelt ihn um den kleinen Finger. Es ist schön.

Am Nachmittag gibt es Kekse und es wird gebadet oder besser das Bad unter Wasser gesetzt. Die Elfe gluckst beim Fönen während ihr großer Bruder über Haarlänge und Styling diskutiert. Das Essen gart im Ofen.

„Wie heißt das nächste Kapitel?“ fragt der Bär wie jeden Abend. „Der erste Spaziergang.“ lese ich vor und kuschle mich nochmal an die Kinder. Es ist 19.40 Uhr. Der Sonntag ist vorbei, morgen warten Schule, Kindergarten, Physiotherapie, Galileotraining, Leichtathletik und Alltag auf uns. Ein ganz normaler Sonntag in der Vorstadt.

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